Auf dem BOSpad tut sich was: Aus der Nutzergemeinde wurden im vergangenen Jahr 2025 zahlreiche Verbesserungsvorschläge über das Self-Service-Portal (SSP) gemeldet. Vielen Dank dafür und bitte weiter so. Nicht alle der Ideen konnten realisiert werden, doch ab Ende Januar kommen nun 4 neue Apps und weitere Funktionen auf das Tablet der BOS, die im Einsatz-Alltag weiterhelfen. Ganz ohne Downtime, ohne Extra-Schritte, einfach da – vorausgesetzt das BOSpad wird regelmäßig eingeschaltet und empfängt somit seine Updates.

Collabora – Office-Dokumente direkt auf dem Tablet bearbeiten
Ein häufiger Wunsch aus der Nutzergemeinde ist die Bearbeitung von Office-Dokumenten, wie Word, Excel und Powerpoint. Diese sollten nicht nur betrachtet, sondern unterwegs erstellt und bearbeitet werden können. Mit der App „Collabora“ geht genau das – ideal, wenn schnell mal etwas angeschaut, erstellt, geändert oder ergänzt musst. Dafür ist kein Abo und kein Zugang zur einem Clouddienst wie Microsoft 365 nötig. Die App steht einfach auf dem BOSpad zur Verfügung und soll in Zukunft die Zusammenarbeit mit anderen Teilnehmenden an einem Dokument ermöglichen.
BOS-Messenger – Teamchat, Projekt- und Krisenkommunikation
Die App „Element“ ist ein Messenger-Dienst für die sichere Kommunikation, also Ende-zu-Ende-Verschlüsselt. Damit können Standortübergreifend die Teilnehmenden in Teams, Projekten und in der Krise miteinander Textnachrichten, Bilder, Audio- und Videodateien austauschen. Im Land Brandenburg nutzen wir Element als „BOS-Messenger“. Dieser Dienst soll die E-Mail nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen – vor allem dort, wo kurze Abstimmungen schneller als eine Mail ans Ziel führen.
Gut zu wissen: In den integrierten Leitstellen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Wie die gesicherte Messenger-Kommunikation im Detail organisiert ist, klärst Du am Besten über deinen zuständigen Ansprechpartner im Landkreis bzw. die örtlich zuständige Leitstelle. Mit der Einführung des BOS-Messengers wird auch eine Schnittstelle zur Brandenburg-Alarm-App geschaffen, d.h. berechtigte Empfänger in BB-Alarm werden bei Alarmierung zu einem Einsatz in einen Gruppenchat zu dem jeweiligen Einsatz eingeladen und können bereits bei der Anfahrt miteinander kommunizieren.
BOS-Cloudspeicher – Dateien teilen, offline verfügbar machen, organisationsübergreifend zusammenarbeiten
Ähnlich den global verfügbaren Cloud-Speichern, wie GoogleDrive, Microsoft OneDrive oder Apple iCloud können mit der App „Nextcloud“ in der BOScloud Dateien zentral bereitstellt, geteilt und auf erforderlichen Endgeräten offline synchronisiert werden. Bei Bedarf können somit notwendige Daten offline gespeichert werden, z.B. auf dem BOSpad. Dies ist dann praktisch, wenn die Netzabdeckung im Land Brandenburg einmal „kreativ“ zu interpretieren ist ;o) Gleichzeitig birgt die neue Softwar auch Risiken, gerade wenn mit den bereitgestellten Daten nicht verantwortungsvoll umgegangen wird – es bedarf somit eines Konzepts um mit den Daten sicher umzugehen.
Daher ist es wichtig die Spielregeln beim Teilen von Inhalten von Beginn an zu beachten; d.h. keine externen Freigaben ohne Authentifizierung über die Cloud bereitstellen, insbesondere
◦ keine Feuerwehrpläne von Objekten und kritischer Infrastruktur und
◦ keine Listen, Tabellen oder Verzeichnisse zum Einsatzgeschehen, Einsatzkräften, Patienten, Betroffenen, Verursachern und anderen natürlichen Personen.
WachalarmIP – Alarmierung und Rückmeldungen transparent machen
Für Bereitschaft habende Einsatzkräfte und Führungskräfte kommt die in der Lausitz entwickelte, quelloffene und kostenfreie WachalarmIP-Webanwendung auf das BOSpad und das landesweit: Interessierte Aufgabenträger können WachalarmIP auf ihren Tablets und für die eigenen Wachalarm-Monitore freischalten lassen, das bedeutet bei der Alarmierung erfolgt auf einem Blick ein Push-Alarm mit allen Angaben zum Einsatzort und den alarmierten Einsatzressourcen, auf Wunsch auch mit akustischer Ansage. Rückmeldungen aus der Brandenburg-Alarm-App werden auch dargestellt.
Zugang und Sicherheit
Das BOSpad ist über ein MDM vorkonfektioniert und damit best-möglichst abgesichert. Die Element-App ist zudem Ende-zu-Ende verschlüsselt und kann – genauso wie die Nextcloud-App – auf dem eigenen privaten Endgerät(-en) genutzt werden. Gerade deshalb ist es wichtig festzulegen, wer in der eigenen Organisation auf welche Apps und DAten zugreifen darf. Die Folge → Ein Konzept für den sicheren Umgang mit vertraulichen Informationen ist spätestens jetzt unerlässlich.
So kommst Du zu den neuen Diensten
Für den Zugriff auf die neuen Apps braucht man eine Berechtigung. Dabei unterstützt Dich immer der/die technische Ansprechpartner/-in vor Ort (und richtet es im Idealfall gleich ein). Bei Problemen hilft immer folgende Vorgehensweise: erst einmal lokal bei der eigenen Organisation nachfragen, bei der Feuerwehr hilft im Zweifel der Wehrführer weiter, außerdem kann die zuständige Leitstelle oder das Ticket-System SSP hilfreich sein.
